Die Zeiten gehören der Vergangenheit an, in denen Autobesitzer den freundlichen Versicherungsvertreter um die Ecke aufsuchten, um ihr Auto zu versichern. Dank des Internets ist es heute kein Thema mehr, mit der Eingabe der Fahrzeugdaten und persönlichen Informationen eine Übersicht fast aller Anbieter auf einen Blick zu erhalten, beispielsweise auf kfzversicherungsrechner.com. In der Regel schauen Verbraucher in erster Linie auf den Preis.

Der Preis ist nicht alles

Natürlich ist es schön, den umfassendsten Versicherungsschutz zum niedrigsten Preis zu erhalten. Dass dies kaum möglich ist, kann sich jeder denken. Wie bei den meisten Dingen gilt auch bei KFZ-Versicherungen: Je umfassender, um so teurer. Vor diesem Hintergrund sollte sich jeder Fahrzeughalter überlegen, welche Schäden er unbedingt abgesichert haben möchte, und auf welche Deckung er verzichten kann. Diese Frage stellt sich nicht in der Haftpflichtversicherung. Der wesentliche Unterschied liegt hier in der Höhe der Deckungssumme. Vor dem Hintergrund, dass Personenschäden den Unfallverursacher ruinieren können, lautet die Maxime, je höher der Versicherungsschutz ausfällt, um so besser ist das. Bei einem schweren Verkehrsunfall mit zwei voll besetzten Fahrzeugen ist die Höhe der Regressforderungen kaum abzuschätzen. Es darf nicht vergessen werden, dass Krankenkassen und andere Sozialversicherungszweige sich hinsichtlich des Kostenersatzes an den Verursacher wenden. Der kostenfreie Einschluss der sogenannten Mallorca-Police findet sich heute bei den meisten Anbietern als Standard.

Die Fahrzeugversicherung macht den Unterschied

Wirkliche Unterschiede zwischen den einzelnen Gesellschaften finden sich in der Vollkasko und der Teilkaskoversicherung. Nicht alle Assekuranzen bieten beispielsweise eine Kaufpreiserstattung für einen Gebrauchtwagen bei Totalverlust innerhalb der ersten Monate des Fahrzeuges an. Bei der Neupreiserstattung variiert die Leistungsdauer zwischen sechs und 24 Monaten. In der Teilkaskoversicherung findet sich der feine Unterschied zwischen der Kostenübernahme für die reinen Schäden aus einem Marderbiss oder die Leistung für Folgeschäden des Marderbisses. Ist das Ölkabel durchgebissen, wird in diesem Fall nicht nur die Reparatur des Kabels bezahlt, sondern auch der Motorschaden, wenn das Fahrzeug aufgrund Ölverlust auf der Autobahn einen Kolbenfresser hat. Diese Folgeschäden sind jedoch in aller Regel nach oben maximiert, die Abweichungen in der Deckelung sind teilweise signifikant.

Ein weiterer kleiner, aber feiner Unterschied findet sich bei der Mitversicherung von Sonderzubehör. Wer sein Auto aufwendig „gepimpt“ hat, ist mit einem Einschluss des Sonderzubehörs bis zu einer Höhe von 3.000 Euro schlecht bedient. Parkschäden lassen sich heute als Zusatzbausteine mit absichern, die freie Werkstattwahl mag zwar individuell sein, erhöht aber bei fast allen Versicherern unnötig die Prämie. Darüber hinaus wird bei Werkstattbindung häufig auch ein Ersatzfahrzeug gestellt.

Titelbild: © Usien CC-BY-SA 3.0 (via Wikimedia Commons)

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