Worauf man beim Autoverkauf unbedingt achten sollte

Der Sommer kommt – und die alte Rostlaube soll einem schicken Cabrio weichen? Springt der Alte nicht mehr an und rostet an allen Enden? Oder soll der neue Schwarm große Augen machen wenns zum Road Trip ins Grüne geht? 

Das alte Auto verkaufen ist schneller passiert als gedacht. Internethändler werben mit praktikablen Lösungen – einfach die Daten eingeben, Angebot einholen und fertig. Wem das zu umständlich ist, der geht lieber zum Händler an der Ecke, der mit „Wir kaufen alles an!“ wirbt. Doch völlig gleichgültig wo die alte Kiste verkauft werden soll – eine gute Vorbereitung ist in jedem Fall das A und O, damit Betrüger keine Chance haben und man nicht aus Unwissenheit über den Tisch gezogen werden kann.

Händler? Online? Oder doch lieber privat?

Fahren Sie ein echtes Liebhaberstück? Von Hand aufgerüstet, liebevoll aufgebessert und eigentlich gut in Schuss? Stecken Sie auf jeden Fall genauso viel Liebe in die Auswahl Ihres Käufers. Denn mit der Wertschätzung der Kleinarbeit steigt natürlich auch der Preis, den der Käufer bereit ist zu zahlen. Wo der Händler nur ein altes Auto sieht mit erheblichem Mehraufwand, den perfekten Käufer zu finden und das natürlich auch in der geringeren Auszahlung deutlich macht, wartet der neue Eigentümer Ihres Liebhaberstücks vielleicht in einer speziellen Gruppe auf Facebook oder hat einen eigenen Suchauftrag erstellt bei einer der vielen Plattformen, die sich online finden. Machen Sie sich also ruhig die Mühe und investieren Sie Zeit – es lohnt sich unter Umständen. Hier müssen Sie allerdings auch die Tipps der Probefahrt berücksichtigen.

Haben Sie es doch eilig und nehmen es auch in Kauf, dass Sie eventuell ein paar Euro weniger für Ihren Alten bekommen? Dann verkaufen Sie doch an einen Händler. Aufgrund der Nebenkosten, die Händler, anders als Privatverkäufer, tragen müssen, ist der Auszahlbetrag oftmals geringer – das Geld bekommen Sie aber meist direkt und bar auf die Hand.

Sie können sich eigentlich nicht entscheiden? Nutzen Sie doch eines der vielen Onlineportale. Bei mobile.de beispielsweise lässt sich der Schätzwert vorab online ermitteln nur anhand der Autodaten. Passt alles, kann man den alten Karren dann bei einer geprüften Ankaufstation um die Ecke direkt abgeben. Doch auch hier ist ein unverbindliches Gespräch möglich: Beim persönlichen Treffen checkt der Händler das Auto nochmal ganz genau und bespricht mögliche Mängel oder Unfallschäden ganz genau. Soll das Auto dann zu dem Preis verkauft werden heisst es Abschied nehmen: Das Geld wird direkt überwiesen und der Händler kümmert sich um den lästigen Papierkram. 

Ein paar Euro mehr? Kein Problem!

Wer noch ein paar Euro mehr aus dem alten Auto holen möchte, investiert noch einmal ein bisschen Zeit und Geld – denn ein sauberes Auto kann durchaus den Wert steigern. Doch auch hier sollte man nicht übertreiben, denn wer zu sauber poliert, der hat unter Umständen etwas zu verbergen – und erweckt Misstrauen. Auf jeden Fall sollten Sie Füllstände ebenso kontrollieren wie den Luftdruck – eine Motorwäsche kann unter Umständen schon zuviel des Guten sein.

Die Probefahrt: Was sollte man beachten?

Wer den Wagen privat verkauft wird bald Anfragen zur Probefahrt bekommen. Doch Vorsicht: Der Halter des Wagens haftet natürlich bei einem Unfall. Lassen Sie sich nicht nur Führerschein und Ausweispapiere zeigen, am Besten fotografieren Sie sich diese Papiere – und setzen Sie einen kurzen Vertrag auf, mit dem der Probefahrer bei einem Unfall beispielsweise für die Selbstbeteiligung haftet. Wer sich genauer informieren möchte, der ADAC bietet eine genaue Checkliste für die Probefahrt an. Ein wichtiger Tipp: geben Sie auf keinen Fall den Fahrzeugbrief aus der Hand – und auch im Handschuhfach ist dieser nicht gut aufgehoben. Gehen Sie hier noch einmal auf die Mängel des Autos ein – Beulen, Kratzer und Dellen ebenso wie eine ruckelige Schaltung oder einen Fehler in Elektronik oder Anzeigen. 

Die richtige Übergabe

Geschafft! Sie haben sich mit dem Käufer geeinigt und einen Übergabetermin vereinbart. Bereiten Sie sich gut auf diesen vor, denn auch hier gilt es, alle erforderlichen Unterlagen wie Prüfbescheinigungen, Serviceheft und Garantiebescheinigungen und Zulassungsbescheinigungen zu übergeben. 

Einen formlosen Vertrag finden Sie online – darin werden Datum und Uhrzeit der Übergabe festgehalten, Gewährleistung ausgeschlossen und der Kaufpreis festgehalten. Auf diesen sollten Sie nicht verzichten, ansonsten müssen Sie wie jeder Händler zwei Jahre Sachmangelhaftung leisten.

Für Um- und Abmeldung ist ist zwar der Verkäufer verantwortlich – in der Praxis wird das jedoch vom Käufer übernommen. Informieren Sie vorab Versicherung und Zulassungsstelle und halten Sie dies ebenfalls schriftlich fest. 


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