Am vergangenen Wochenende fand zum ersten Mal ein Formel 1 Rennen in der aserbaidschanischen Hauptstadt Baku statt. Die Premiere auf dem Highspeed-Stadtkurs gewann Nico Rosberg. Sebastian Vettel wurde Zweiter vor dem Mexikaner Sergio Perez.

Spannendes Formel 1 Qualifying

Bereits zum Qualifying am Samstag konnte sich Nico Rosberg deutlich an der Spitze behaupten und stellte eine unglaubliche Zeit auf. Sein Teamkollege Louis Lewis Hamilton hatte große Probleme mit dem engen Stadtkurs und landete durch Brems- und Fahrfehler immer wieder neben der Strecke. Schlussendlich streifte Hamilton mit seinem rechten Vorderrad die Wand, was wiederum zur Unterbrechung des Qualifyings führte. Für Hamilton war es das und er konnte sich nur für den zehnten Startplatz qualifizieren.

Der große Preis von Europa in Baku

Die vergangenen Tage kündigten also ein spannendes Rennen am Sonntag an. Der Kurs führt direkt am Schwarzen Meer entlang und als Highlight durch die enge historische Altstadt von Baku. Vorbei an Sehenswürdigkeiten wie dem Jungfrauenturm und dem Platz vor dem Regierungssitz. Entworfen wurde der Kurs von dem deutschen Streckendesigner Hermann Tilke.

Die Startaufstellung der ersten zehn Plätze:

1. Nico Rosberg
2. Perez
3. Ricciardo
4. Vettel
5. Räikkönen
6. Massa
7. Kvyat
8. Bottas
9. Verstappen
10. Hamilton

Beste Vorraussetzungen also für Nico Rosberg, denn sein schärfster Konkurrent um die Meisterschaft Hamilton startete nur von Platz zehn. Insbesondere von Force India durfte man viel Erwarten, schnitten die beiden Wagen doch schon in den vergangenen Trainingsrunden sehr gut auf dem Kurs ab. So verwunderte es auch nicht sehr, das Sergio Perez die zweitbeste Zeit in der Qualifikation fuhr.

Das Rennen dominierte Rosberg vom Start weg. Er konnte bereits in den ersten Runden mehrere Sekunden auf seine Verfolger herausholen und fuhr das Rennen ungefährdet als Sieger nach Hause.

Die weiteren Plätze im Überblick: Zweiter wurde Landsmann Sebastian Vettel vor dem Mexikaner Perez, der damit zum zweiten Mal in dieser Saison auf dem Treppchen landete – ein klarer Aufwind für Force India. Louis Hamilton gelang trotz kleiner technischer Probleme die Aufholjagd bis auf Rang fünf, hinter Kimi Räikkönen. Ganz nach vorn war für Hamilton an diesem Wochenende nichts möglich.

Baku – ein Kurs der alles abverlangt

Der Kurs von Baku erfordert sehr viel Konzentration um in den engen Kurven nirgends anzuschlagen. Schon der kleinste Fehler kann für einen Fahrer das Ende des Rennens bedeuten. Überrascht hat viele, dass das Safty-Car nicht zum Einsatz kommen musste. Im Vorfeld stellte man sich nicht die Frage ob es rausfahren muss, sondern wie oft. Die Strecke bietet praktische kaum Stellen um ein Auto schnell abzutransportieren. Die Auslaufzonen sind großzügig aber selten vorhanden und neben der Strecke gibt es durch die enge Bebauung keinen Platz für Kräne, welche einen Formel 1 Wagen auf anderen Strecken schnell herausheben und sicherstellen können. Dennoch kam es zu keinem Unfall und das Rennen konnte ohne Unterbrechungen gefahren werden. Die Ausfälle, welche es zu beklagen gab, die konnten jedes Mal eine sichere Auslaufzone erreichen.

Hamilton mit Problemen

Wie sagt man so schön: „Hochmut kommt vor dem Fall“. Diesen Satz sollte sich Hamilton eventuell doch etwas mehr zu Herzen nehmen. Tönte er noch vor dem Wochenende ihm reichen sechs oder sieben Runden am Simulator um auf den großen Preis von Europa vorbereitet zu sein, so zeigten sich am Wochenende doch deutlich die Defizite. Beide Mercedes Piloten bekamen während des Rennens in Baku Motorenprobleme, welche der jeweilige Fahrer allein lösen musste. Während Rosberg dies recht schnell gelang, jammerte Hamilton seine Mechaniker damit voll, sie mögen ihm doch bitte sagen was er an den Einstellungen ändern solle. Doch eine Hilfestellung vom Kommandostand ist im Regelwerk nicht mehr erlaubt. Nach etlichen Runden bekam Hamilton das Problem dennoch in den Griff. Mit einer besseren Vorbereitung hätte er sich und seinen Kollegen aber wohl eine Menge Stress erspart. Vielleicht berücksichtigt er dies vor dem nächsten Rennen in zwei Wochen in Österreich.

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